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Preisträger 2011

Die Platzierten sind ermittelt. Von rund 200 Beiträgen wurden am Samstag, den 12. November 2011 die besten in jeder Kategorie ausgezeichnet.
Wir gratulieren den Gewinnern des Fernsehpreises Grenzgänger 2011.

Gewinner Kategorie Kurzbericht bis 4 min

Preisträger Platz 3:
„Der Ölprinz - Süddeutsche Karl May-Festspiele" von Volker Waschk, Regional Fernsehen Landshut

Preisträger Platz 2:
„Harmonisch – Das Festival L`abore“ von Jacob Reuter, Vogtland Regional Fernsehen

Preisträger Platz 1:
„Der Gebärdenchor Leipzig“ von Sarah Klare, info tv leipzig

Laudatio:

Dieser Film konfrontiert uns mit einer fremden Welt. Sein Thema befasst sich mit zwei Dingen, die sich eigentlich ausschließen: ein Gehörlosenchor, wie kann das gehen?
Mit viel Sensibilität nähern sich die Filmemacher den Protagonisten und lassen uns an der Problematik teilhaben. Dadurch wird die spezielle Art der Sprache klarer und klarer und nacherlebbar.
Der Rhythmus zwischen Musik, Gebärden und Erklärung strukturiert den Film hervorragend und lässt ihn rund werden.
Am Schluss ist der Zuschauer dieser Welt näher gekommen und erlebt Hören und Kommunizieren neu.
Das ist das große Verdienst des Films.

Sarah Klare und ihr Kameramann Peter Manov vom Sender info tv leipzig erhalten in der Kategorie Kurzbericht bis 4 Minuten den 1. Preis für den Film „Der Gebärdenchor Leipzig“.
Herzlichen Glückwunsch!

 

Gewinner Kategorie Reportagen bis 15 min

Preisträger Platz 3:
„Saschas zweite Heimat“ von Ingo Goschütz, euro-Regional tv Görlitz

Preisträger Platz 2:
„Naturverbunden – Schäfer Enrico Adler aus Markneukirchen“ von Hans Küffner, Vogtland Regional Fernsehen

Preisträger Platz 1:
„Herr Zeh und das Herz“ von Maria Haase, Leipzig Fernsehen

Laudatio:

Ein ernstes Thema in eine Form gebracht, die den Zuseher bis zum Ende fesselt, nicht immer eine einfache Aufgabe. – Hier ist es gelungen.
Der Mut zur künstlerischen, fast traumhaften Gestaltung, fesselt den Betrachter von Anfang an. Die Höhen und Tiefen der Geschichte werden belegt durch einen hervorragenden Kameraeinsatz, einen beispielhaften Bildaufbau, durch eine von Symbolen geprägte Bildsprache. Die Art des Erzählens, die nötigen Textinformationen und der Einsatz der überwiegend untermalenden Musik geben dem Film die nötige Dramatik und Ruhe gleichermaßen. – Es ist eine Geschichte, die niemand erleben und auch nicht gerne hören möchte. Es kann uns alle betreffen – aber wie gerne wird es verdrängt. In diesem Film wird das Thema deutlich geschildert, jede Peinlichkeit wird vermieden. – Es ist eine Mut machende Geschichte, eine Geschichte, die Grenzen aufzeigt. Ein wunderbar gestalteter Film, ein Film, der von einer Frauenstimme in sanfter melodischer Weise erzählt wird.

Gedreht von Maria Haase Leipzig Fernsehen

Von der Jury ausgezeichnet – beim Wettbewerb Grenzgänger – mit einem 1. Preis der Film „Herr Zeh und das Herz“.

Herzlichen Glückwunsch!

 

Gewinner Kategorie Moderation

Preisträger Platz 3:
„Jubiläum der Stadt Rodewisch“ von Matthias Ditscherlein, Vogtland Regional Fernsehen

Preisträger Platz 2:
„Luisas Tanzschultest“ von Luisa Bräuer, Dresden Fernsehen

Preisträger Platz 1:
„Frauenfußballweltmeisterschaft“ von Babett Schortmann und Carolin Brüch, Vogtland Regional Fernsehen

Laudatio:

Es gibt Moderationen, die sehen so aus: Moderator oder Moderatorin steht im Studio, lächelt, redet, lächelt. Auch das will gekonnt sein.
Es gibt Moderationen, da steht oder geht der Moderator oder die Moderatorin an einem Ort ausserhalb eines Studios, lächelt, redet, lächelt. Auch das ist oft schwieriger, als man denkt.
Und es gibt Moderationen, die gehen darüber hinaus:
Der Moderator stellt sich mittenrein in eine Aktion und macht mit, verzichtet auf eine schicke Klamotte, die gut sitzende Frisur und darauf, immer die schöne Seite in die Kamera halten zu können. Die Gefahr dabei: Es wird schnell peinlich, wenn man nicht souverän genug ist vor der Kamera, nicht das nötige Mass Selbstironie besitzt, um sich selbst nicht so ernst zu nehmen.
Unsere Preisträgerinnen haben diesen Mut und diese Souveränität in einer Doppelmoderation bewiesen. Sie haben mit vollem Körpereinsatz eine gute Idee umgesetzt, nämlich ein aktuelles Großereignis auf regionaler Ebene zu thematisieren und es ist ihnen dabei gelungen, auch in den Texten originell die Brücke zu schlagen zwischen Fussballplatz und den aktuellen Ereignissen ihrer Region.
Mit der Fußballweltmeisterschaft hat es für die deutschen Damen nicht geklappt, dafür geht der erste Preis in der Kategorie Moderation an Carolin Brüch und Babett Schortmann vom Vogtlandfernsehen Plauen für ihre Moderation zum Thema Frauenfußball WM.

 

Gewinner Kategorie Werbesendung / PR-Beitrag bis 5 min

Preisträger Platz 3:
„KTM Stefan Nebel" von Karsten Blechschmidt und André Teubner von KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld

Preisträger Platz 2:
„Vom Kommen und Gehen“ von Stephanie Meyer, Sehmatal-Sehma

Preisträger Platz 1:
„Zwickau – Stadt der Reformation“ von René Künzel, Gesundes Neues Film- und Kommunikationsdesign, Zwickau

Laudatio:

Eine Stadt taucht aus dem Dunkel der Geschichte auf. Ihre Bürger bekennen sich zu einer neuen Gesellschaftsform. Diese Veränderungen werden von Krieg, Gewalt und Feuer überschattet.
Diese sächsische Stadt wird uns präsentiert in ausgewählten Bildern und Szenen, stimmigen Musikeinsatz sowie stringentem Schnitt. Auf der Zeitachse des 15. Jahrhunderts erfahren wir etwas über die Wurzeln des Gemeinwesens und wie viel es davon heute noch für die Touristen zu entdecken gibt. Nicht auf die supermodernen Industrieanlagen im Einzugsbereich der Stadt ist der Fokus des Films gerichtet, sondern auf
Zwickau – Stadt der Reformation
Herzlichen Glückwunsch an René Künzel
von Gesundes Neues Film & Kommunikationsdesign, Zwickau

 

Gewinner Kategorie Werbespot

Preisträger Platz 3:
„Frisches aus der Lausitz“ von Ingo Goschütz, euro-Regional tv, Görlitz

Preisträger Platz 2:
„Fortissimo – Krystallpalast Varieté“ von Yves Brettschneider, info tv leipzig

Preisträger Platz 1:
„Das Floriansbrot der Bäckerei Weißbach“ von Kathrin Hänschen, Regionalfernsehen Kanal Eins, Stollberg

Laudatio:

Kurz und knapp – das sagt sich so leicht.
Eine witzige Idee haben und 30 Sekunden zusammenschneiden, das kann ja nicht so schwer sein …
Aber: Mit dieser Begrenzung auf so wenige Mittel, eine komplette Filmidee zu verwirklichen, ist eine ganz besondere Herausforderung.
Bei diesem Werbespot wird soziales Engagement als Hauptbotschaft verwendet, um dann das eigentliche Werbeziel als kleine Überraschung zum Schmunzeln zu präsentieren. Dadurch erreicht der Spot die ganze Aufmerksamkeit seiner Zuschauer.

- „Unser täglich Brot gib uns heute …“ Brot und Kuchen sind für uns alle, in unserem täglichen Leben, zur Selbstverständlichkeit geworden.
In diesem Werbeclip wird der nahrhafte Aspekt mit dem Erfüllen eines guten Zweckes verknüpft.
Über junge, fröhliche Feuerwehrleute, denen man den Spaß an ihren Aufgaben ansieht, schlägt die Autorin einen Bogen zu einer regionalen Bäckerei.
Diese originelle Idee und deren Umsetzung wollen wir mit dem 1. Preis in der Kategorie Werbespot prämieren für
„Das Floriansbrot der Bäckerei Weißbach“
von Katrin Hänschen
vom Sender: Regionalfernsehen Kanal Eins, Stollberg

 

„Tradition und Brauchtum“ - (kulturelle Identität einer Region)

Preisträger Platz 3:
„Ostrý Grun" von Magda Jencíková, Mistral TV Produkcé, s.r.o. Most

Preisträger Platz 2:
„Sächsisch - Kurs“ von Maria Scholz, Leipzig Fernsehen

Preisträger Platz 1:
"Lichtfest" von Maria Haase, Leipzig Fernsehen

Laudatio:

Tradition und Brauchtum müssen uns nicht nur deshalb berühren, weil sie aus den Jahrhunderten herüberwehen.
Auch eine erst 20 Jahre alte Gepflogenheit kann schon zur Tradition geworden sein, noch dazu von derart eindringlicher und weitreichender Dimension wie die Feier zum 9. Oktober 1989. Die Signale der friedlichen Revolution aus Leipzig strahlten im Lichtsymbol der brennenden Kerze und das alljährliche Fest des Lichts auf dem Augustusplatz hat die Tradition dieses Tages auch mit einem Brauch ausgestattet: Tausende Kerzen setzen die schlichten Zeichen des Friedens, der zur Freiheit führt. Der Film „Lichtfest“ macht mit seinen Bildern und Stimmen den friedlichen Charakter dieses folgenreichen Tages wiedererlebbar, die Erinnerung ist aber nicht allein auf Geschichte verwiesen, sondern lebendig aus der Gegenwart heraus vermittelt und dies vor allem durch eindrückliche Bilder von dem Brauch, tausende Kerzen erstrahlen zu lassen.

Den Hauptpreis der Kategorie Tradition und Brauchtum erhält der Film „Lichtfest“ der Autorin Maria Haase vom Leipzig Fernsehen.

 

„Sonderpreis Regionalpreis“

Preisträger:
"Gesunder Erzgebirgswald feiert sein Jubiläumsjahr" von Janine Eska, KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld

Laudatio:

Wu de Walder haamlich rauschen – so hat schon Anton Günther geschwärmt. Was wäre das Erzgebirge ohne seinen Wald? Vor allem: was wären die Erzgebirger ohne ihren Wald? Zum Glück rückt die Bedeutung dieses grünen Schatzes immer mehr ins öffentliche Bewußtsein, zum Glück gibt es Menschen, die mit Engagement an seiner Erhaltung arbeiten.
Gerade den regionalen Medien kommt dabei die wichtige Rolle zu, dieses Thema immer wieder ins Blickfeld zu rücken und über entsprechende Aktivitäten zu berichten. Der Beitrag beweist, dass eine aktuelle Aktion natürlich der Anlass für einen Film sein kann. Die Autoren haben sich darüber hinaus aber die Mühe gemacht, Informationen zu recherchieren und auch gute Bilder zu finden – im Wald natürlich.
Am Ende steht ein informativer Film, der den Zuschauern nicht nur den Landrat samt Spaten ins Bild rückt, sondern sie auch sensibilisiert, sich für die Erhaltung des grünen Lebensraumes zu engagieren.

Der Preis für Regionale Berichterstattung geht an Janine Eska vom Kabeljournal Beierfeld!

 

„Sonderpreis Grenzgänger“

Preisträger:
"Handwerkskunst und Leckereien – Der 16. Europäische Bauernmarkt" von Kevin Meinel, Vogtland Regional Fernsehen

Laudatio:

Grenzen überschreiten, aufeinander zu gehen, miteinander leben – das wird und muss uns gelingen in den kommenden Jahren.
Wir alle wissen, dass das nicht immer so einfach ist, deshalb sind vor allem die kleinen Anfänge so wichtig.
Wo trifft man sich, wo kommt man miteinander ins Gespräch – auf einem Markt zum Beispiel.
Essen und trinken hält nicht nur sprichwörtlich Leib und Seele zusammen, Essen und trinken führt auch Menschen zusammen – wie man im Preisträgerfilm anschaulich sehen kann.
Kleine Händler aus ganz Europa treffen sich auf einem Bauernmarkt in Plauen, locken viele Kunden an und bieten mit ihren Waren auch ganz nebenbei einen Einblick in ihre kulturellen Traditionen – und die sind nicht nur schmackhaft, sondern auch was fürs Auge.
Die Autoren des Filmes haben sympathische Protagonisten gefunden und es ist ihnen gelungen, über sie und mit ihnen eine kleine Geschichte zu erzählen – das hebt den Film ein gutes Stück weit über einen bloßen Sachbericht über das Ereignis „Europäischer Bauernmarkt“ hinaus.

Der Sonderpreis „Grenzgänger“ geht an: Handwerkskunst und Leckereien – der 16. Europäische Bauernmarkt in Plauen“ von Kevin Meinel vom Vogtland Regional Fernsehen Plauen.

 

Nachwuchsförderpreis

Preisträger:
"Kamm-Natur im Focus / Jugendliche als Botschafter für die Heimat" vom Naturforscherclub Rübenau, Förderverein Natura Mirquidica e.V.

Laudatio:

Heimat ist Natur und Natur ist Lebensraum der Gegenwart wie der Zukunft. Was unsere Jugend heute für die Erhaltung und Pflege der Natur tut, investiert sie bereits für ihr künftiges Leben.
Ein Film, der von Jugendlichen in weiten Teilen selbst gestaltet wurde, führt uns vor Augen, dass Verantwortung für Heimat und Natur beizeiten entstehen und behutsam gefördert werden kann.
Wie im Kammgebiet des Erzgebirges bei Rübenau Schüler an der Renaturierung der Hochmoorlandschaft mitarbeiten, zeigen die Autoren in ihrem Film weniger als direkte Aktion, sondern eher als liebevolle Zuneigung zu allem, was hier wächst, entsteht, vergeht und sich auch langsam von Schäden erholt. Der Film spricht von ihrem inneren Verhältnis zu Natur und Heimat und es war vor allem dieser Eindruck, der die Jury bewogen hat, dem Film „Kamm Natur im Fokus – Jugendliche als Botschafter der Heimat“ den Förderpreis des Wettbewerbs Grenzgänger zu verleihen.

Herzlichen Glückwunsch dem Naturforscherklub Rübenau und dem Förderverein Natura Miriquidica e.V.

 

Veranstalter

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